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Verkehrsrecht Neuer Führerschein

Erschienen am Januar 1st, 2013 | von Hendrik P. Schwarz

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Neuer Führerschein nur befristet gültig

Ab dem 19. Januar ändert sich in Deutschland das Fahrerlaubnisrecht. Die wichtigste Neuerung: Der Führerschein ist ab dann nicht mehr unbefristet gültig, sondern er muss alle 15 Jahre gebührenpflichtig umgetauscht werden. Das gilt nicht nur für Fahranfänger, sondern auch für die Autofahrer, die ihren Lappen verloren haben.

Führerschein nicht mehr unbefristet gültig

Das Fahrerlaubnisrecht in Deutschland wird sich im Januar in einigen Punkten ändern. Die einschneidenste Neuerung: Ab dem 19. Januar 2013 hat der Führerschein nur noch eine Lebensdauer von 15 Jahren. Danach muss er umgetauscht werden. Das betrifft alle, die sich ab dann einen neuen Führerschein ausstellen lassen. In erster Linie sind das alle Fahranfänger, aber auch alle anderen Autofahrer können betroffen sein.

Dann nämlich, wenn sie ihren alten Führerschein verlieren und einen neuen Führerschein beantragen müssen. Auch Fahrer die ihre alte Fahrerlaubnis aus grauem oder rosa Papier in einen Kartenführerschein umtauschen wollen, bekommen einen neuen Führerschein mit Mindesthaltbarkeisdatum. Der Gesetzgeber will mit dem Umtausch künftig gewährleisten, dass das Dokument und das Lichtbild immer auf einem möglichst aktuellen Stand sind.

Keine neue Prüfung erforderlich

Und das lässt er sich bezahlen: Derzeit muss man bis zu 30 Euro für einen Umtausch berappen. Immerhin: Der Umtausch ist ein reiner Verwaltungsakt. Es muss also keine neue Prüfung abgelegt werden. Auch eine ärztliche Untersuchung oder ähnliches ist bislang nicht vorgesehen.

Ein Ärgernis für alle Alt-Besitzer. Bisher hatten diese Führerscheinbesitzer bei Neuregelungen immer eine Art Bestandsschutz. "Selbst wer schon lange Jahre in Besitz einer Fahrerlaubnis ist, fällt automatisch unter die 15-Jahres-Frist, wenn er ein neues Führerscheindokument beantragt und es nach dem 19. Januar erhält", so Peter Glowalla, von der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände.

Trikes gelten künftig als Motorräder

Das Fahrerlaubnisrecht ändert sich auch für Trikes. Bisher reichte zum Fahren der motorisierten Dreiräder der normale PKW-Führerschein der Klasse B. Künftig darf man mit diesen jedoch kein Trike mehr fahren. Trikes werden dann nämlich Motorrädern gleichgestellt. Daher benötigt man künftig einen Motorradführerschein.

Immerhin: Hier gilt der Bestandsschutz für Führerscheininhaber. Die Neuregelung betrifft Führerschein-Neulinge. Alle, die ihren PKW-Fahrerlaubnisder Klasse B vor dem 19.1.2013 gemacht haben, dürfen weiterhin mit diesem auf einen Trike steigen und mit diesem durch die Gegend rasen.

Der ADAC stellt einen Leitfaden zum neuen "EU-Führerschein 2013" auf seiner Internetseite zum Download zur Verfügung.


Über den Autor

ist Jurist und freier Journalist und beschäftigt sich hauptsächlich mit verbraucherrelevanten Rechtsthemen im Bereich Mietrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht.



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